1. GRW-Förderung

Durch den immer größer werdenden Einfluss der Digitalisierung und Automatisierung in der heutigen Gesellschaft steigt auch der Bedarf an polymergebundenen Magneten. Unter anderem durch den Ausbau der Elektromobilität und der Entwicklung hin zur Industrie 4.0 wächst der Markt dieser Magnete sehr stark. Diesen Trend möchte Veekim nutzen, um den Sprung zu einem ernstzunehmenden Betrieb mit Großserienproduktion zu schaffen.

Die großen Aufträge der Automobilindustrie konnten bisher leider auf Grund der geringen Produktionsfläche nicht bedient werden, was an der Weiterentwicklung des Unternehmens hinderlich war. Deshalb stellte sich bereits innerhalb des ersten Jahres am Standort Wismar heraus, dass eine Vergrößerung der Produktion notwendig wird, um das Unternehmen voran zu bringen. Nach eingehender Recherche wurde die Geschäftsleitung auf die Gemeinde Hodenhagen aufmerksam. Bedingt durch die bevorstehende Schließung eines Unternehmens in Hodenhagen, welches ebenfalls Produkte im Spritzgussverfahren herstellt, sind zu Beginn des Jahres 2019 qualifizierte Facharbeiter verfügbar geworden. Dies war eine ideale Voraussetzung für die Veekim AG, Fachpersonal zu übernehmen. Außerdem liegt die Gemeinde Hodenhagen logistisch sehr günstig.

Am neuen Standort in Hodenhagen wurde eine bestehende Werkshalle mit einer Lager- und Produktionsfläche von ca. 12.000qm erworben. Dort wurde eine eigener Werkzeugbau, eine eigene Compoundierung. Qualitätsprüfung und kaufmännische Geschäftsfläche eingerichtet. Zur Investition zählte auch die Anschaffung der benötigten Maschinen und die Ausstattung der Betriebsstätte, um die Serienproduktion zu gewährleisten.

2. Entwicklung von polymergebundenen Hochleistungsrotoren

Die elektrische Antriebstechnik stellt eine der Schlüsseltechnologien für Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen dar. Sie weist eine entscheidende Bedeutung für die weitere industrielle und wirtschaftliche Entwicklung des Standortes Deutschland auf. Sowohl für die Elektromobilität als auch für die Automatisierung und den Roboterbau (Industrie 4.0), für die Medizintechnik sowie auch für konsumnahe Gebrauchsgeräte sind Elektromoren unverzichtbar, deren Anwendungen werden weiterhin steigen.
In den letzten Jahren hat sich zwar die Lebensdauer von Elektromotoren verbessert aber es treten drei hauptsächliche Probleme auf, für die der Elektromotor besonders bei modernen Anwendungen noch erheblich verbessert werden muss: Größe, geringeres Gewicht, sowie die Massentauglichkeit durch ein verbessertes Preisleitungsverhältnis.
Vor dem Hintergrund dieser Problematik wird die Veekim AG in diesem EU/EFRE-geförderten Innovationsprogramm einen neuen „Leichtbau Polymer Rotor“ (kurz LPR) herstellen, dessen Grundkonstruktion für möglichst viele Anwendungen variabel einsetzbar sein wird.
Der Rotor ist eine entscheidende Komponente des Elektromotors – es handelt es sich um das bewegliche (meistens rotierende), magnetisch wirkende Teil eines Elektromotors. Ziel ist es, einen kostengünstigen Leichtbaurotor mit leistungsfähigen, polymergebundenen Kompositwerkstoffen und neuen Produktionstechnologien zu konzipieren. Leistungsdichte und Effizienz des Antriebs sollen gegenüber dem Stand der Technik deutlich erhöht werden. Eine hohe Leistungsdichte, ein geringer Bauraum und ein hoher Wirkungsgrad spielen eine besondere Rolle, um nachhaltige Elektroantriebe zu gewährleisten. Daher soll auch – bei gleichbleibender Leistung – Größe und Gewicht des Rotors reduziert werden.